Funkturm im Berlin vor blauem Himmel

Förderung mit HeiztauschPLUS – Sanierungsfahrplan in Berlin

Der indi­vi­du­el­le Sanie­rungs­fahr­plan (iSFP) lässt sich seit 2017 vom Bun­des­amt für Wirt­schaft und Aus­fuhr­kon­trol­le (BAFA) för­dern. Dabei kön­nen bis zu 50 % der Kos­ten einer Ener­gie­be­ra­tung seit 2020 bezu­schusst wer­den. Die­se Rege­lung gilt für ganz Deutsch­land – also auch für den Sanie­rungs­fahr­plan in Berlin.

Ein­zel­ne Städ­te kön­nen aber auch eige­ne För­der­pro­gram­me ins Leben rufen, um Haus­ei­gen­tü­mer zusätz­lich zu för­dern. Eine sol­che För­de­rung ist ent­we­der als voll­stän­di­ger Zuschuss, Kre­dit oder Dar­le­hen mög­lich. Ber­lin bei­spiels­wei­se bie­tet das För­der­pro­gramm Heiz­tausch­PLUS als Extra an. Was ver­birgt sich hin­ter dem För­der­pro­gramm der Bundeshauptstadt?

Sanierungsfahrplan in Berlin extra fördern lassen – darum geht’s!

Für Wohn­ge­bäu­de stellt der indi­vi­du­el­le Sanie­rungs­fahr­plan einen wich­ti­gen Bestand­teil von Ener­gie­be­ra­tun­gen dar. Da der Fokus zuneh­mend auf Nach­hal­tig­keit und einen gerin­gen CO2-Aus­stoß liegt, sind ener­ge­ti­sche Sanie­run­gen häu­fi­ger not­wen­dig oder zumin­dest geplant. Spe­zi­ell die Bestands­bau­ten (d. h. Alt­bau­ten) pro­fi­tie­ren von einem sol­chen Planungsinstrument.

Die Kos­ten für den Sanie­rungs­fahr­plan bezu­schusst bun­des­weit das BAFA. Par­al­lel dazu bie­tet das Ber­li­ner Pro­gramm Heiz­tausch­PLUS eine wei­te­re Chan­ce für För­der­gel­der für die eige­ne Immo­bi­lie. Ins­be­son­de­re der Aus­tausch von Hei­zungs­an­la­gen steht im Mit­tel­punkt des Ber­li­ner Förderprogramms.

Kon­kret bedeu­tet das, dass der Fokus vor­wie­gend auf zwei Aspek­ten zur För­de­rung liegt: Der Aus­tausch ver­al­te­ter Heiz­sys­te­me gegen neue­re, ener­gie­ef­fi­zi­en­te­re Sys­te­me sowie die Ener­gie­be­ra­tung bil­den den Kern mög­li­cher För­der­mit­tel. Die Ener­gie­be­ra­tung durch qua­li­fi­zier­te Bera­ter beinhal­tet in ers­ter Linie den indi­vi­du­el­len Sanie­rungs­fahr­plan (iSFP).

HeiztauschPLUS beantragen: Für wen eignet sich die Förderung?

Nun stellt sich die Fra­ge, wer für den Zuschuss ver­ant­wort­lich ist und wer über­haupt einen Anspruch auf die För­de­rung in Ber­lin hat. Grund­sätz­lich sieht das Pro­gramm Heiz­tausch­PLUS För­der­mit­tel vor, die von der IBB (Inves­ti­ti­ons­bank Ber­lin) bereit­ge­stellt werden.

Aber wer hat Anspruch auf die För­de­rung? Genau­so wie beim iSFP vom BAFA kön­nen grund­sätz­lich Haus­ei­gen­tü­mer und Wohn­ei­gen­tums­ge­mein­schaf­ten für Ein­fa­mi­li­en­häu­ser, Zwei­fa­mi­li­en­häu­ser sowie Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser mit höchs­tens 20 Wohn­par­tei­en die För­de­rung beantragen.

Fördermittelhöhe und was wird konkret gefördert?

Um die För­der­mit­tel vom Ber­li­ner För­der­pro­gramm Heiz­tausch­PLUS zu erhal­ten, exis­tie­ren drei Optio­nen für Antrag­stel­ler. Die Stadt bzw. das Bun­des­land Ber­lin erlaubt dem­nach also drei ver­schie­de­ne Zuschüs­se für die nach­hal­ti­ge Sanie­rung eines Hau­ses. Was heißt das?

Das Ber­li­ner För­der­pro­gramm ermög­licht die Bezu­schus­sung indi­vi­du­el­ler Sanie­rungs­fahr­plä­ne in Höhe von bis zu 750 €. Bei 90 % der Bera­tungs­kos­ten ist jedoch in jedem Fall Schluss. Auch bei einer Zuschuss-Kom­bi­na­ti­on mit der BAFA Vor-Ort-Beratung.

Als zwei­te Opti­on kann sich das Aus­tau­schen der ver­al­te­ten Hei­zung eben­falls mit einem Zuschuss beloh­nen las­sen. Vor­aus­set­zung ist in die­sem Fall, dass eine bereits bestehen­de alte Hei­zung (z. B. Gas- und Ölkes­sel; Koh­le­ofen) gegen ein neue­res, ener­gie­ef­fi­zi­en­te­res Heiz­sys­tem aus­ge­wech­selt wird. Die­se Maß­nah­me erlaubt einen Zuschuss von maxi­mal 3.500 €. Als drit­te För­der­op­ti­on bie­tet das Pro­gramm einen Bonus für Heiz­sys­te­me, die mit einer Wär­me­pum­pe oder solar­ther­mi­schen Anla­ge ver­knüpft wer­den. Die­ser Bonus­zu­schuss beläuft sich auf höchs­tens 1.000 €.

Wich­tig bei alle­dem sind außer­dem die Maß­nah­men und Objek­te, die nicht geför­dert wer­den kön­nen. Dazu zäh­len laut IBB sowohl Pro­to­ty­pen als auch Gebraucht­sys­te­me im Bereich der Hei­zungs­an­la­gen. Glei­ches gilt für Anla­gen der Mar­ke »Eigen­bau«. Somit kommt das För­der­pro­gramm Heiz­tausch­PLUS nur für Gebäu­de­ei­gen­tü­mer infra­ge, die neue Hei­zungs­an­la­gen pro­fes­sio­nell und fach­ge­recht ein­bau­en las­sen wollen.

Weitere Fragen und Antworten zum Förderprogramm HeiztauschPLUS

Haus­ei­gen­tü­mer fra­gen sich des Wei­te­ren, was bei einer Antrag­stel­lung außer­dem zu beach­ten ist. Darf z. B. jeder Hei­zungs­tausch mit einer För­de­rung geplant wer­den? Und mit wel­chen ande­ren För­der­pro­gram­men lässt sich Heiz­tausch­PLUS zusätz­lich kombinieren?

Bei einer Bean­tra­gung von För­der­mit­teln wer­den die Zuschüs­se nicht auto­ma­tisch für jeden Hei­zungs­tausch bewil­ligt. Der Zuschuss kommt ledig­lich bei Alt­bau­ten infra­ge, in denen ver­al­te­te Heiz­sys­te­me aus­ge­tauscht und erneu­ert wer­den sol­len. Dane­ben kön­nen aus­schließ­lich Sys­te­me geför­dert wer­den, bei denen einer­seits kei­ne Geset­zes­pflicht zum Aus­tausch besteht und die ande­rer­seits von Fach­leu­ten aus­ge­tauscht bzw. ein­ge­baut werden.

Der Antrag und die Bewil­li­gung der Bezu­schus­sung im Rah­men des Pro­gramms ist zusätz­lich von ande­ren För­der­pro­gram­men abhän­gig. In ein­zel­nen Fäl­len lässt sich oben­drein der Zuschuss von Heiz­tausch­PLUS mit ande­ren För­der­pro­gram­men kom­bi­nie­ren. Für wel­che För­der­pro­gram­me gilt das?

Förderungen kombinieren: HeiztauschPLUS und weitere Förderprogramme

Wenn es um den Sanie­rungs­fahr­plan geht, ist die Sach­la­ge ein­deu­tig: max. 750 € las­sen sich mit dem För­der­pro­gramm extra bezu­schus­sen. Ein Kom­bi­na­ti­on mit dem BAFA-Zuschuss ist mög­lich, jedoch nur bis maxi­mal 90 % der Kos­ten. Das För­der­pro­gramm ENEO lässt sich bei der Ener­gie­be­ra­tung übri­gens nicht mit dem Zuschuss für Ber­lin kombinieren.

In jedem Fall ist es aber not­wen­dig, bei der Antrag­stel­lung die €päi­schen Vor­ga­ben der De-mini­mis-För­de­run­gen zu beach­ten und ent­spre­chend einzuhalten.

Die Inves­ti­ti­ons­bank Ber­lin infor­miert dar­über, dass eine Kom­bi­na­ti­on des Zuschus­ses von Heiz­tausch­PLUS auch mit wei­te­ren För­der­pro­gram­men mög­lich ist. Wel­che För­der­pro­gram­me las­sen sich dem­nach in Ber­lin kom­bi­nie­ren? Die fol­gen­den drei Pro­gram­me von der IBB kom­men in Betracht:

  • För­derergän­zungs­dar­le­hen
  • »Wohn­raum Modernisieren«
  • »Ener­ge­ti­sche Gebäudesanierung«

Fazit: Sanierungsfahrplan in Berlin zusätzlich fördern lassen

Wer in Ber­lin Eigen­tü­mer von Wohn­ge­bäu­den ist, kann den indi­vi­du­el­len Sanie­rungs­fahr­plan nicht nur vom BAFA bezu­schus­sen las­sen. Die Inves­ti­ti­ons­bank Ber­lin (IBB) ermög­licht eben­falls eine För­de­rung von Ener­gie­be­ra­tun­gen mit ent­spre­chen­dem Fahr­plan zur Sanie­rung. Dazu wur­de das Ber­li­ner För­der­pro­gramm Heiz­tausch­PLUS ins Leben gerufen.

Das För­der­pro­gramm für Ber­li­ner Wohn­häu­ser ermög­licht den Zuschuss des Sanie­rungs­fahr­plans plus des Aus­tauschs von ver­al­te­ten Heiz­sys­te­men in Bestands­bau­ten. Damit erge­ben sich für Haus­ei­gen­tü­mer inner­halb Ber­li­ner Stadt­gren­zen wei­te­re För­der­mit­tel, die die Finanz­pla­nung beim Sanie­ren von Alt­bau­ten erleich­tern können.

  • Dieser Ratgeber vom 12. Dezember 2019 dient der Orientierung und kann veraltet oder falsch sein, da sich Förderprogramme, gesetzliche Vorgaben und technische Anforderungen regelmäßig ändern. Verbindliche Auskünfte sind daher nur auf Grundlage der jeweils gültigen Regelungen und einer individuellen Prüfung möglich.

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